Radon messen

Radon-Messgerät mieten oder kaufen? Kostenvergleich und Entscheidungshilfe

Einmal prüfen oder dauerhaft überwachen? Miete ab 29,00 € vs. Kauf ab 190 € vs. Exposimeter 30–50 €: Rechenbeispiele für Hauskauf, Sanierung, Kontrolle.

Veröffentlicht am Aktualisiert am Lesezeit ca. 5 Min. Redaktion radoncheck24.de

Waage-Grafik: Radon-Messgerät mieten gegen kaufen mit Preisen und Einsatzdauer im Vergleich

Einmal prüfen oder dauerhaft im Blick behalten? Das ist die einzige Frage, die Sie für die Entscheidung zwischen Mieten und Kaufen beantworten müssen. Als Faustregel: Für die einmalige Klärung – Erstcheck, Hauskauf, Erfolgskontrolle – ist die Miete ab 29,00 € fast immer die wirtschaftlichere Wahl. Für die Dauerüberwachung rechnet sich der Kauf ab etwa 190 €. Und für den belastbaren Jahresmittelwert gibt es mit dem Exposimeter für 30–50 € noch einen dritten Weg. Hier sind die Zahlen und Rechenbeispiele.

Die drei Optionen im direkten Vergleich

Kriterium Mieten (RadonEye RD200) Kaufen (RadonEye RD200) Exposimeter (passiv)
Kosten 29,00 € / 7 Tage, 49,00 € / 14 Tage, 69,00 € / 30 Tage – inkl. Versand & PDF-Auswertung, ohne Kaution ca. 189–195 € (Fachhandel, Stand 09/2026), UVP 199 € 30–50 € je Detektor inkl. Labor
Ergebnis sofort: Stundenwerte, Verlauf, Auswertung sofort, dauerhaft nach 3–12 Monaten + Laborauswertung
Aussage Orientierung/Screening Orientierung/Dauerbeobachtung Langzeit-Mittelwert (nahe Jahresmittel)
Auswertung PDF-Bericht mit Einordnung inklusive in Eigenregie (App/Export) Laborbericht
Aufwand auspacken, einstecken, zurücksenden Kauf, Einrichtung, ggf. Pflege aufstellen, einsenden
Langfristnutzen 5 Jahre Lebensdauer (Herstellerangabe) einmalige Messung
Ideal für Erstcheck, Hauskauf, Raum-für-Raum, Erfolgskontrolle Vorsorgegebiet, Dauerkontrolle, Smart Home Referenzwert-Vergleich, Langzeitwert

Alle Messwege im Vergleich – von der Kurzzeitmessung bis zur anerkannten Stelle – zeigt der Ratgeber Radon richtig messen.

Wann sich Mieten lohnt

Die Miete spielt ihre Stärken aus, wenn die Messung ein Projekt mit Anfang und Ende ist:

  • Erstcheck: Sie wollen einmal wissen, wo Ihr Haus steht. Nach 7 bis 14 Tagen haben Sie Stundenverläufe, Mittelwerte und unsere Einordnung im PDF-Bericht – ohne den Kaufpreis eines eigenen Geräts zu binden.
  • Hauskauf: Vor der Entscheidung bleibt selten Zeit für eine Langzeitmessung. Ein Screening über ein bis zwei Wochen liefert eine Datengrundlage, wo sonst keine wäre – Details im Ratgeber Radon beim Hauskauf.
  • Mehrere Räume nacheinander: Mit der 14- oder 30-Tage-Miete messen Sie Keller, Wohn- und Schlafzimmer im Wochenrhythmus durch – dafür müssten Sie sonst mehrere Detektoren kaufen.
  • Erfolgskontrolle: Nach Abdichtung oder neuem Lüftungskonzept zeigt der Vorher-nachher-Vergleich binnen zwei Wochen, ob die Maßnahme wirkt. Für die belastbare Bestätigung folgt später eine Langzeitmessung.

Dazu kommen die praktischen Argumente: kein Wertverlust, kein Elektrogerät, das nach der Messung in der Schublade altert, geprüfte und sinnvoll voreingestellte Geräte – und bei Fragen ein Ansprechpartner. Wie der Ablauf konkret aussieht, zeigt So funktioniert’s.

Wann sich Kaufen lohnt

Der Kauf rechnet sich, sobald aus der einmaligen Frage eine Daueraufgabe wird:

  • Radon-Vorsorgegebiet: Wer in einem ausgewiesenen Gebiet wohnt, profitiert von kontinuierlicher Beobachtung über die Jahreszeiten hinweg.
  • Nach der Sanierung: Das BfS empfiehlt, den Erfolg von Maßnahmen durch Messungen zu überprüfen – ein eigenes Gerät macht die dauerhafte Kontrolle trivial.
  • Ausgebauter Keller, Homeoffice im Souterrain: Wo dauerhaft bodennahe Räume genutzt werden, lohnt der ständige Blick auf die Werte.
  • Smart-Home-Nutzer: Mit Community-Integrationen (Home Assistant, openHAB) lässt sich das RD200 ins Smart Home einbinden – mehr dazu im Praxis-Check.

Die einfache Break-even-Rechnung: Ein Neugerät kostet etwa 190 bis 250 Euro, eine typische Miete 29,00 € bis 69,00 €. Ab etwa vier bis sechs Messprojekten ist der Kaufpreis erreicht – wer öfter oder dauerhaft messen will, kauft besser. Bei einer Herstellerlebensdauer von rund fünf Jahren und ohne Kalibrierpflicht im Privatgebrauch ist das Gerät dabei angenehm wartungsarm; das BfS empfiehlt für elektronische Geräte generell, auf Kalibrierung zu achten und sie etwa alle zwei Jahre überprüfen zu lassen, wenn Ergebnisse belastbar bleiben sollen.

Rechenbeispiele: drei typische Situationen

Beispiel 1 – Hauskauf: Sie besichtigen ein unterkellertes Haus von 1965 im Mittelgebirge. 14 Tage Miete (49,00 €) liefern vor dem Notartermin Verlaufsdaten aus Keller und Erdgeschoss. Fällt das Screening unauffällig aus, hängen Sie nach dem Einzug eine Langzeitmessung mit zwei Exposimetern an (ca. 85 €). Gesamtkosten: 49,00 € plus rund 85 € für die Detektoren – gegenüber 190–250 € für ein Kaufgerät, das Sie danach womöglich nie wieder brauchen.

Beispiel 2 – Sanierungskontrolle: Ihre Langzeitmessung ergab 450 Bq/m³ im Wohnzimmer, Sie haben Kellertür und Leitungsdurchführungen abgedichtet. 30 Tage Miete (69,00 €) zeigen den Vorher-nachher-Effekt über mehrere Wetterlagen. Bleiben die Werte hoch, geht es mit professioneller Hilfe weiter (Fachfirma finden) – dann war das eigene Messgerät ohnehin nicht die Lösung.

Beispiel 3 – Dauerkontrolle im Vorsorgegebiet: Ihr Haus steht im Erzgebirge, der Keller ist als Hobbyraum ausgebaut. Hier lohnt der Kauf (ca. 190–250 €): Auf fünf Jahre gerechnet kostet die Dauerüberwachung so weniger als 4–5 € pro Monat – jede andere Lösung wäre teurer oder lückenhaft.

Häufige Kauf-Fragen kurz beantwortet

Wo kaufen – und was kostet es? Im deutschen Fachhandel (z. B. radonshop.com des Distributors RadonTec) kostet das RadonEye RD200 189 € bei einer UVP von 199 € (Stand 04.09.2026). Vorsicht bei auffällig billigen No-Name-„Radonsensoren“ ohne Angaben zu Sensorprinzip und Genauigkeit; welche Geräte etwas taugen, zeigt der Messgeräte-Vergleich.

Gebraucht kaufen? Möglich und am Markt verbreitet – achten Sie auf Alter (Lebensdauer ca. 5 Jahre), Zustand und darauf, welche Geräteversion angeboten wird (v2/v3 ab 2022 für Smart-Home-Anbindungen relevant).

Mietgerät übernehmen? Fragen Sie uns einfach – je nach Verfügbarkeit finden wir eine Lösung; ansonsten ist das Neugerät mit voller Gewährleistung der sauberste Weg.

Egal ob Miete oder Kauf: Ein elektronisches Messgerät liefert eine Orientierung, keinen Jahresmittelwert und keine anerkannte Messung nach § 155 StrlSchV. Für den belastbaren Vergleich mit dem Referenzwert von 300 Bq/m³ gehört eine Langzeitmessung mit passiven Detektoren dazu – Details unter Passive Messung mit Exposimeter.

Unser Fazit

Mieten Sie, wenn Sie eine Frage haben – kaufen Sie, wenn Sie eine Aufgabe haben. Die meisten Haushalte sind mit der Kombination am besten bedient: Mietgerät für die schnelle Orientierung (jetzt mieten), Exposimeter für den Jahresmittelwert und ein Kaufgerät nur dann, wenn dauerhaft überwacht werden soll. Alle Kosten im Detail: Was kostet eine Radonmessung? – und bei offenen Fragen hilft die Miet-FAQ.

Häufige Fragen

Wann lohnt sich Mieten?

Immer dann, wenn Sie eine konkrete, zeitlich begrenzte Frage klären wollen: Erstcheck des Eigenheims, Screening vor dem Hauskauf, Raum-für-Raum-Messung oder die schnelle Erfolgskontrolle nach Lüftungs- und Abdichtmaßnahmen. Für 29,00 € bis 69,00 € bekommen Sie bei uns ein geprüftes Gerät inklusive Versand in beide Richtungen und PDF-Auswertung – ohne Anschaffungskosten, ohne Wertverlust und ohne ein weiteres Elektrogerät im Schrank.

Wann lohnt sich Kaufen?

Wenn Sie dauerhaft überwachen wollen: in Radon-Vorsorgegebieten, nach einer Sanierung zur langfristigen Erfolgskontrolle, bei ausgebautem Keller oder wenn Sie Werte ins Smart Home einbinden möchten. Ab etwa vier bis sechs typischen Mietvorgängen ist der Kaufpreis eines RadonEye RD200 (ca. 190 bis 250 Euro) erreicht – wer regelmäßig messen will, fährt mit dem eigenen Gerät günstiger.

Kann ich das Mietgerät übernehmen?

Sprechen Sie uns an – je nach Verfügbarkeit finden wir eine Lösung. Am Markt ist die Übernahme von Mietgeräten durchaus üblich; einige Anbieter rechnen gezahlte Mieten auf den Kaufpreis an. Für die Dauerüberwachung ist ein Neugerät aus dem Fachhandel mit voller Gewährleistung aber meist die sauberere Wahl.

Was kostet ein RadonEye neu?

Im deutschen Fachhandel kostet das RadonEye RD200 etwa 189 bis 195 Euro (unverbindliche Preisempfehlung 199 Euro; Stand 04.09.2026), etwa bei radonshop.com oder über Amazon beim Distributor RadonTec. Der Hersteller gibt eine Lebensdauer von rund fünf Jahren an; eine Nachkalibrierung ist für den Privatgebrauch in der Regel nicht erforderlich.

Quellen und weiterführende Informationen

  1. BfS – Wie kann ich Radon messen (lassen)? (Stand 09.03.2026)
  2. BfS – Radon-Messgeräte (Empfehlungen zu elektronischen Geräten und Kalibrierung)
  3. Ecosense – RadonEye RD200 FAQ (Lebensdauer, Kalibrierung)
  4. radonshop.com (RadonTec) – RadonEye RD200 Produktseite (Marktpreis)
  5. heise online – RadonEye RD200 im Test (02.01.2025)

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