Mieten & Ablauf
Beispiel-Auswertung: So sieht Ihr Radon-Bericht aus
Beispiel unserer PDF-Auswertung mit Messverlauf, Kennzahlen (Mittelwert, Tag/Nacht, Perzentile), Einordnung und Empfehlungen – jeder Berichtsteil erklärt.
Nach jeder Mietmessung erhalten Sie von uns eine Auswertung als PDF. Damit Sie vorab wissen, was Sie bekommen, zeigen wir hier ein vollständiges Beispiel und erklären jeden Teil des Berichts.
Beispiel-Auswertung als PDF herunterladen
Hinweis: Das Beispiel enthält ausschließlich synthetische Demonstrationsdaten – es handelt sich nicht um eine echte Messung oder einen realen Messort.
Das Beispiel in Zahlen
Synthetische Demonstrationsdaten. Die Werte stammen aus unserem Beispielbericht RB-2026-BEISPIEL (Hobbyraum im Keller, 15 Kalendertage, 336 Stundenwerte) und sind frei erfunden – sie zeigen, welche Kennzahlen Ihre Auswertung enthält.
| Kennzahl | Wert | Erläuterung |
|---|---|---|
| Mittelwert (gesamter Zeitraum) | 180 Bq/m³ | Einstufung „Erhöht“: über der WHO-Empfehlung (100), unter dem Referenzwert (300) |
| Mittelwert ohne die ersten 24 h | 182 Bq/m³ | ohne Einlaufphase des Geräts |
| Median | 165 Bq/m³ | die Hälfte aller Stunden lag darunter |
| Minimum / Maximum | 58 / 458 Bq/m³ | 06.02.2026 19 Uhr / 14.02.2026 4 Uhr |
| 75- / 95-Prozent-Perzentil | 204 / 324 Bq/m³ | robuster als das Maximum |
| Tag (06–22 Uhr) / Nacht (22–06 Uhr) | 160 / 221 Bq/m³ | Tag-Nacht-Vergleich |
| Stunden über 100 / über 300 Bq/m³ | 93,2 % / 9,2 % | Anteil der Messstunden |
| Längste Phase über 300 Bq/m³ | 10 h | am Stück |
| Trend der Tagesmittel | steigend | lineare Entwicklung der Tagesmittel |
So lesen Sie das Beispiel
Der Mittelwert von 180 Bq/m³ liegt über der WHO-Empfehlung von 100 Bq/m³, aber unter dem gesetzlichen Referenzwert von 300 Bq/m³ (§ 124 StrlSchG). Der Referenzwert bezieht sich auf das Jahresmittel – 15 Messtage bilden es nicht ab, sie zeigen die Situation im Messzeitraum. Auffällig im Beispiel: Die Nachtwerte liegen deutlich über den Tageswerten, 9,2 % der Stunden lagen über 300 Bq/m³, und der Trend der Tagesmittel ist steigend. Der Bericht empfiehlt deshalb, häufiger und intensiver zu lüften, Eintrittspfade wie Fugen, Risse und Rohrdurchführungen abzudichten, die Wirkung durch eine Nachmessung zu prüfen und zur Klärung des Jahresmittels eine Langzeitmessung über mindestens zwei bis drei Monate anzuschließen – bevorzugt in der Heizperiode.
Was der Bericht enthält
1. Deckblatt und Zusammenfassung
Auf der ersten Seite stehen die Eckdaten Ihrer Messung – Messzeitraum, Messort (Ihre Angaben zu Raum und Etage), Gerätetyp – und die Zusammenfassung auf einen Blick: der Mittelwert über den gesamten Messzeitraum sowie der höchste und der niedrigste gemessene Wert. Gut sichtbar ordnet eine Skala den Mittelwert gegenüber der WHO-Empfehlung (100 Bq/m³) und dem gesetzlichen Referenzwert (300 Bq/m³, § 124 StrlSchG) ein.
2. Messverlauf als Diagramm
Das Kernstück: der zeitliche Verlauf der Radonkonzentration über die gesamte Mietzeit. Am Verlauf erkennen Sie typische Muster – etwa höhere Werte nachts oder nach längerem Nichtlüften und den Abfall nach dem Stoßlüften. Markierungen zeigen die Referenzlinien bei 100 und 300 Bq/m³.
3. Kennzahlen und Tagesübersicht
Eine Tabelle fasst die wichtigsten Kennzahlen zusammen: Mittelwert, Median, Minimum, Maximum und die Tagesmittelwerte. So sehen Sie auch, ob einzelne Ausreißer oder dauerhaft erhöhte Werte das Bild prägen.
4. Einordnung der Ergebnisse
Der Bericht erklärt in verständlicher Sprache, was die Werte bedeuten – immer bezogen auf die beiden Orientierungsmarken: die WHO-Empfehlung von 100 Bq/m³ und den gesetzlichen Referenzwert von 300 Bq/m³, der sich auf das Jahresmittel bezieht. Weil eine Mietmessung über Tage oder Wochen eine Momentaufnahme ist, erläutert der Bericht auch, wie belastbar die Aussage für Ihre Situation ist (Jahreszeit, Lüftungsverhalten).
5. Empfehlungen für die nächsten Schritte
Je nach Ergebnis gibt der Bericht sachliche Hinweise auf sinnvolle nächste Schritte – vom gezielten Lüften über eine Wiederholungsmessung in der Heizperiode bis zur Empfehlung einer Langzeitmessung durch eine vom BfS anerkannte Stelle, wenn die Orientierungswerte auffällig sind. Hintergrundwissen dazu finden Sie im Ratgeber unter Radon richtig messen und Radon-Sanierung.
6. Methodik und Grenzen der Messung
Der letzte Abschnitt dokumentiert transparent, wie gemessen wurde (Gerät, Messprinzip, Messintervall) – und wo die Grenzen liegen: Die Auswertung ist eine Orientierungsmessung, keine Messung durch eine vom BfS anerkannte Stelle nach § 155 StrlSchV, keine amtliche Messung und kein Gutachten; sie erfüllt keine gesetzlichen Messpflichten an Arbeitsplätzen (§ 127 StrlSchG). Die Rechenwege und Annahmen des Berichts erläutert Quellen und Methodik.
Häufige Fragen zur Auswertung
Antworten auf Fragen wie „Wann erhalte ich die Auswertung?“ oder „Kann ich die Rohdaten bekommen?“ finden Sie in den FAQ zur Gerätemiete. Wie die Messung insgesamt abläuft, zeigt So funktioniert’s.
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